Machbarkeitsstudie und Erstellung eines Förderantrages zur Entwicklung eines Plasma- Filters für industrielle Anlagen

Das internationale Kompetenznetzwerk BalticNet-PlasmaTec verbindet KMU, Forschungseinrichtungen und Anwender von Niedertemperatur- Plasmatechnologie. Als eine Querschnitts- und Schlüsseltechnologie kann Plasmatechnologie in vielen unterschiedlichen Anwendungen wie z.B. Oberflächenbehandlung und Desinfektions- und Reinigungsvorgänge eingesetzt werden. Ein fachlicher Schwerpunkt im Netzwerk ist der Einsatz von Plasma im Umweltschutz. Ziel ist es hier insbesondere die bekannten Methoden der Abluftbehandlung mit Plasmen weiter zu entwickeln, sodass unterschiedlich zusammengesetzte Abgase definiert behandelt werden können. In der kurzen Machbarkeitsstudie soll zu Beginn des Projektes zusammen mit den polnischen Partnern geklärt werden, in wieweit die vorhandenen Plasmafilter- Prinzipien für die unterschiedlichen industriellen Aufgabenstellungen geeignet sind. Mit den Ergebnissen der Vorversuche soll ein Antrag zur transnationalen Zusammenarbeit für den Ostseeraum (Interreg IVb - Baltic Sea Region) - mit dem Schwerpunkten Innovationsförderung (transnationaler Technologietransfer und Clusterentwicklung) in der BSR initiiert und gestellt werden. In Vorbereitung des Antrages sind hierfür weitere potentiell interessierte Partner insbesondere aus der Industrie der BSR- Zielregion (baltische Länder, Skandinavien, Nord-West Russland) für die Projektmitarbeit akquiriert werden.
Bei der notwendigen Entwicklung von mobil einsetzbaren Plasmafiltermodelle aus den vorhandenen Funktionsmustern, die für die Testung benötigt werden, kann auf die Erfahrungen bei der Entwicklung von Raumluftfiltern, die mittlerweile ein KMU herstellt, aufgebaut werden kann.
Im Rahmen dieses Projektes sollen vor allem die Filtermodelle auf Ihre Eignung hinsichtlich Skalierbarkeit, Wirkleistung, Strömungsverhalten, sowie den mechanischen Eigenschaften untersucht werden. Ein Schwerpunkt ist die nicht katalytische Zersetzung von organischen Abgasbestandteilen (z.B. VOC- Beseitigung), ein weiterer Schwerpunkt ist die Reduktion von NOx und SOx wobei hier eventuell die Kombination mit katalytischen Verfahren notwendig ist. Dabei sollen auch erste Erkenntnisse über die Wirkmechanismen (Ozonreaktion, Nutzung von Radikalen, Ionenreaktionen) gewonnen werden. Hierdurch sollen Aussagen zu Optimierungs- und Skalierungsmöglichkeiten gewonnen werden.
Ziel ist es, nach Abschluss der Vorversuche einen Interreg IVb- Antrag gemeinsam mit den Partnern aus Deutschland und Polen zu initiieren. Im Rahmen dieser Aktivität soll die Entwicklung von Abgas- Filtersystem bei industriellen Anlagen realisiert werden.




